Baugenehmigung für Terminal 3 – Stadt Neu-Isenburg legt Widerspruch ein

Am 12.08.2014 erteilte die Bauaufsicht der Stadt Frankfurt die Baugenehmigung für das  umstrittene Terminal 3. Der Stadt Neu-lsenburg, vertreten durch die Anwaltskanzlei  Haldenwang, wurde am 02.10.2014 Akteneinsicht gewährt. Nach Ansicht der  Rechtsanwälte weist die Baugenehmigung zahlreiche Rechtsfehler auf.

Genehmigt wurde ein erster Bauabschnitt, der lediglich aus zwei von vier geplanten  Flugsteigen besteht. Sämtliche Erschließungsanlagen waren nicht Gegenstand der  Baugenehmigung. Dazu gehören:

  • Die Verlängerung des Passagiertransportsystems (PTS, so genannte „Skyline“).
  • Die Realisierung eines leistungsfähigen Straßennetzes (BAB 5, Ausbau der  Anschlussstelle Zeppelinheim).
  • Errichtung eines Parkhauses für die erforderlich gehaltenen 2.600 PKW-  Stellplätze.
  • Ein S-Bahnhof im Terminalgebäude.
  • Verkehrliche Anlagen für Radfahrer.

Somit wurde Baurecht für ein Gebäude erteilt, wobei dessen gesicherte Erschließung  aus dem Genehmigungsprozess ausgeklammert wird. Nach Ansicht der Rechtsanwälte  werden die Rechte der an den Flughafen grenzenden Stadt Neu-lsenburg durch die  Genehmigung verletzt, weil der Stadtteil Zeppelinheim durch den zu erwartenden  zusätzlichen Busverkehr in unzumutbarer Weise verlärmt wird. Zudem ist anzunehmen,  dass der Stadt Neu-lsenburg aufgrund fehlender Infrastruktur (PTS-Verlängerung, S-  Bahn-Anschluss) die verkehrliche Erschließung aufgedrängt werden soll, was rechtlich  fragwürdig ist.Life 2017 movie

Aufgrund der gewonnen Erkenntnisse hat die Stadt Neu-lsenburg am 30.10.14  vorbehaltlich der Genehmigung des Magistrats fristwahrend Widerspruch gegen diese  Baugenehmigung eingelegt. Die Frist endete am 03.11.2014.

Herbert Hunkel
Bürgermeister