19. Tag gegen Lärm: „So geht leise!“ Mahnwachen des BBI in Frankfurt am Main und Mainz

„So geht leise!“ lautet das diesjährige Motto der Initiative Deutsche Gesellschaft für Akustik für den Tag gegen Lärm. Das Bündnis hat in seinen Zielen seit jeher formuliert, wie „leise geht“ und kämpft seit Jahren gegen die ständig wachsende Lärm- und Gesundheitsbelastung im Rhein-Main-Ballungsraum durch den Frankfurter
Flughafen. Die Ergebnisse der NORAH-Studie über die negativen gesundheitlichen Folgen der Lärmbelastung zeigen, dass es „leiser gehen muss.“

„Ruhe!“ Unter diesem Motto stand im Rhein-Main-Gebiet der 17. Tag gegen Lärm im Jahr 2014. Ruhe ist notwendig, um das Grundrecht einer Sicherung der körperlichen Unversehrtheit zu wahren. Die Forderung besitzt unverändert Gültigkeit und wird beim diesjährigen Tag gegen Lärm am 27. April 2016 auch wieder
vom BBI Bündnis der Bürgerinitiativen vorgetragen.
„Das vorliegende Gutachten für ein Luftverkehrskonzept der Bundesregierung zeigt, wie weit weg die Interessen der Luftverkehrswirtschaft von den Interessen der Menschen sind. Eine bedingungslose Wachstumsphilosophie ohne Rücksicht auf Menschen und Umwelt darf nicht die zukünftige Grundlage sein.“ so Thomas Scheffler, Sprecher des BBI Bündnis der Bürgerinitiativen. „Wir begrüßen und unterstützen die Initiative zum Tag gegen Lärm und führen eigene dezentrale Aktionen z.B. in Frankfurt am Main und in Mainz
durch.“
Das „Bündnis der Bürgerinitiativen – Kein Flughafenausbau – Für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr“, kurz: BBI, ist ein Zusammenschluss von mehr als 80 Initiativen. Das Bündnis streitet für die Wiedergewinnung und den Erhalt der Lebensqualität der Menschen im Rhein-Main-Gebiet. Es setzt sich für die Schaffung einer lebenswerten Region ein und fordert den Schutz der Menschen vor den schädlichen Auswirkungen des Luftverkehrs und erklärt sich solidarisch mit allen von Verkehrslärm betroffenen Menschen. Das Bündnis fordert einen verantwortungsvollen Umgang mit der Mobilität.
Die gemeinsamen Ziele sind:
• Verhinderung des Ausbaus des Frankfurter Flughafens und anderer Flughäfen in der Region. Kein Terminal 3.
• Schaffung von nächtlicher Ruhe durch ein absolutes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr.
• Schaffung von rechtlich einklagbaren Grenzen der Belastung für die Bürgerinnen und Bürger.
• Verursachergerechte Zuordnung von Kosten auf die Luftverkehrsindustrie; Stopp der Subventionen.
• Verringerung der Flugbewegungen auf maximal 380.000 pro Jahr und Reduzierung der bestehenden Belastungen durch Fluglärm, Luftverschmutzung und Bodenverbrauch durch Flugverkehr im Rhein-Main-Gebiet.
• Stilllegung der Landebahn Nordwest.

Kontakt:
Thomas Scheffler, Bündnissprecher
scheffler@flughafen-bi.de
Telefon 06145 502150