12. Online-Mahnwache 29.06.2020

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

Montag, 10.08.2020, um 18.00 Uhr
Eine offene Gesprächsrunde zum Flughafenprotest als Telefon- oder Videokonferenz.
Wir benutzen die Software Zoom für Videokonferenzen und Telefonkonferenzen. Die Zugangsdaten werden nur im geschlossenen Verteiler versendet.
Was ist zu tun?

  1. Wer ein Handy hat, mit dem Video, WhatsApp, Skype, Youtube oder Ähnliches möglich ist: einfach auf den Link unten klicken.
  2. Wer ein Tablet hat, mit dem Video, WhatsApp, Skype oder Ähnliches möglich ist: einfach auf den Link unten klicken
  3. Wer mit dem Computer oder Laptop Videos von Youtube anschauen oder auch Skype benutzen kann, weil der Computer/Laptop über Videowiedergabe, Kamera und Mikrofon verfügt: einfach auf den Link unten klicken
    https://us02web.zoom.us/j/83795113628?pwd=Wkt2SDl6dTRScDJEazJXUW52aXNzdz09
    Meeting-ID: 837 9511 3628
    Passwort: 767780
  4. Wer kein Mikrofon und/oder auch keine Kamera hat: Teilnahme per Telefon ist möglich! Am besten mit dem Festnetz eine der folgenden Nummern wählen:  069 5 050 2596    oder  069 7104 9922 
    und dann nach der Ansage die „Sitzungs-ID“ Nummer  837 9511 3628 # wählen.  Falls nach einer „Teilnehmer-ID“ gefragt wird: # eingeben. Dann das „Sitzungspasswort“ 767780 #  eingeben.

Wir bitten alle, die vorhaben, sich zu beteiligen oder die noch Fragen zu unserem Online-Treffen haben, um eine Kurze Rückmeldung per Email an onlinemahnwache@gmx.de

Gemeinsam gegen Fluglärm und Schadstoffe

Mahnwache zum Erörterungstermin des temporären Bodenlagers am Frankfurter Flughafen

Erörterungstermin des temporären Bodenlagers am Frankfurter Flughafen Mahnwache der Frankfurter Bürgerinitiativen

Veranstaltungsort: Ecke Gutleutstraße / Hafenstraße

Am 24. Juni 2020 9:30 Uhr hat der RP-DA, im Behördenzentrum Gutleutstrasse 130, zum Erörterungstermin, des beantragten Zwischenlagers eingeladen. Aus diesem Anlass findet in der Zeit von 9:00 bis 10:00 Uhr eine Mahnwache der Frankfurter Bürgerinitiativen statt. Gegenstand des Genehmigungsverfahrens ist die Errichtung und der Betrieb eines temporären Bodenlagers mit der Gesamtkapazität von rund 600.000 Kubikmetern. Die Fraport AG plant, auf einer Luftfrachtfläche der Cargo City Süd PFC-haltige Böden und Bauschutt aus den Neubau-Bereichen des Terminals 3 bis zur Entsorgung zwischenzulagern. Wir veranstalten die Mahnwache, um auf die Missstände an der Baustelle des Terminal 3 aufmerksam zu machen. Begonnen hat es mit einem Blindgänger der Anfang 2016 von der Baustelle T3 quer durch das Rhein-Main Gebiet bis in ein Wohngebiet von Offenbach transportiert wurde und dort vor Ort entschärft werden musste, nicht auszudenken, wenn er auf dem Weg dorthin auf dem LKW explodiert wäre. Auch prangern wir an, dass man mit den auf dem Gelände der ehemaligen US Air Base, der jetzigen Baustelle von T3, vorhandenen giftigen Ablagerungen, wie z.B. Anionen, BTEX und aromatische Kohlenwasserstoffe sowie poly- und perfluorierte Kohlenwasserstoffe viel zu sorglos umgegangen ist. Es ist mindestens seit 2007 bekannt, dass dieses Erdreich, hochgradig mit Chemikalien verseucht ist. Wir sind der Meinung, dass sich der, am Terminal 3 seit Ende 2018 unzureichend gelagerte und hochgiftige Erdaushub, hätte vermieden werden können, wenn Fraport und der RP (als Kontrollinstanz) rechtzeitig, allerspätestens jedoch mit Baubeginn in 2015, dafür Sorge getragen hätten, dass der hochgiftige Erdaushub entweder vor Ort neutralisiert oder man sich rechtzeitig um entsprechende Deponie Plätze gekümmert hätte, erklärt Wolfgang Heubner für die Bürgerinitiativen. Dies ist nicht erfolgt. Statt dessen hat man erst mal südwestlich von Terminal 3 seit dem 4 Quartal 2018 eine über 20 Meter hohe und 600.000 Kubikmeter umfassende Abraumhalde geschaffen, die nur sehr dürftig geschützt ist. Damit sind weitere Umweltkontaminierungen nicht zu vermeiden. Die erste uns bekannte öffentliche Ausschreibung über nur 180.000 Tonnen, (dies entspricht lediglich max. 120.000 Kubikmeter PFC belastetem Aushubs) erfolgte von Fraport erst zum 20.12.2019, also über ein Jahr später nach der ersten Ablagerung an T3. Auch erfolgte bzw. erfolgt der gesamte Transport auf der Baustelle weitgehend ungeschützt. Aus den Baustellenfahrzeugen herausrinnendes kontaminiertes Erdreich und Wasser, hat sich somit über das gesamte Gelände und die angrenzenden Verkehrswege verteilt. Weder Reifenwaschanlagen noch sonstige Vorkehrungen wurden getroffen, um der Vergiftung der Umgegend Einhalt zu gebieten. Mit dem o. a. Antrag will Fraport diesen Abraum in ein noch zu errichtendes Zwischenlager umlagern. Der Antrag war zunächst auf unbefristete Zeit vorgesehen, jedoch auf Hinweis des zuständigen hessischen Ministeriums, dass eine unbefristete Errichtung eines Bodenlagers nicht mit dem Planfeststellungsbeschluss vereinbar sei, wurde die Einrichtung auf 5 Jahre beantragt. Bereits heute gibt es nicht genügend Deponie-Plätze um den gesamten Abraum in den nächsten Jahren zu entsorgen und wir befürchten, das das Zwischenlager eine Dauerlösung wird. Dies gilt es zu verhindern.

Frankfurt,18.06.2020
F.B.I. Frankfurter Bürgerinitiativen

Neu-Isenburg gegen Bodenlager für verseuchten Erdaushub

Beim Bau des Terminal 3 sind ca. 600.000m³ Erdaushub angefallen, der mit PFC (Poly- bzw. Perfluorierte Chemikalien) belastet ist. Aktuell steht deutschlandweit keine Deponie für diesen Aushub zur Verfügung. Fraport will deshalb die Erde auf eigenem Gelände zwischenlagern.

Die Städte Neu-Isenburg und Mörfelden-Walldorf haben starke Bedenken, da sie eine Verseuchung des Grundwassers befürchten. Sie wenden sich deshalb an das Regierungspräsidium in Darmstadt.

Pressebericht der Stadt Neu-Isenburg, 26.02.2020
Bericht der Offenbach Post 28.02.2020

Bodenlager für PFC kontaminierte Erde

Im Zuge des Baus des Terminal 3, ist PFC kontaminierter Boden angefallen, der eigentlich auf einer Sondermülldeponie entsorgt werden müsste. Es gibt allerdings aktuell keine Deponie, die die enorme Menge aufnehmen könnte.
Nun sollen auf dem Gelände des Flughafens 600.000 Kubikmeter für ca. fünf Jahre zwischengelagert werden.

Am 30. Januar 2020 fand im Walldorfer Rathaus eine Infoveranstaltung mit Podiumsdiskussion zu diesem Thema statt. Die Stadt Neu-Isenburg entsandte einen Beobachter und verlangt Akteneinsicht. Die Städte Walldorf und Neu-Isenburg-Zeppelinheim sind durch ihre Nähe zum Lagerort besonders betroffen.

Am Montag 10. Feb. 2020 20:15 Uhr wird das Hessische Fernsehen in seiner Sendung „Defakto“ über die Veranstaltung berichten.

Vortrag des Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie: PFC Per- und polyfluorierte Chemikalien – Verwendung, Stoffeigenschaften, Toxikologie
Vortrag des Bündnisses „Wir und der Flughafen“ Mörfelden Walldorf:
Vortrag PFC kontaminierte Erde – Errichtung Bodenlager Flughafen Frankfurt

hr3-Hörer stimmen stimmen gegen ‚Christmas Shopping in New York‘

Wachsendes Umweltbewusstsein setzt dem elitären Unfug ein Ende
Wie in jedem Jahr wollte der hr3 seine Hörer mit dem Gewinnspiel ‚Weihnachts Shopping in New York‘ beglücken.
Doch dann kamen im Hessischen Rundfunk Skrupel auf und man wollte lieber die Hörer fragen, was sie davon halten.
Trotz intensiver und suggestiver Bewerbung („Ein Lebenstraum kann in Erfüllung gehen“) und dem Versprechen den CO2-Ausstoß zu kompensieren, liegt nun das – sicherlich von den Moderatoren unerwartete – Ergebnis vor: Deutlich mehr als die Hälfte der teilnehmenden Hörer (55,3 %) haben das Gewinnspiel abgelehnt.
„Das Abstimmungsergebnis zeigt uns, wie sehr das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung gewachsen ist.
Noch vor einem Jahr wäre eine solche Umfrage undenkbar gewesen. Wir danken allen hr3-Hörern, die diesem elitären Unfug ein Ende bereitet haben.“ so Thomas Scheffler, Sprecher des BBI.

Irrsinn auf dem Frankfurter Flughafen

Der Klimawandel wird immer deutlicher sichtbar. Der letzte Sommer war eine Katastrophe für unseren Wald, die Landwirtschaft leidet. Und dieser Sommer droht genauso heiß und trocken zu werden. Klimabedingte Unwetter nehmen weltweit zu, die Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt. Kaum noch ein Politiker traut sich die immer näher kommende Katastrophe zu leugnen. Schüler gehen seit Monaten auf die Straße aus Angst um ihre Zukunft.

Und was machen wir in Hessen ?

Am Montag 29. April wird der Grundstein für das Terminal 3 gelegt. Das Terminal für Billig-Airlines soll dem Flughafen noch mehr Flüge bringen. Klimaziele – war da was ?
Nun gut, der Verkehrsminister Tarek Al-Wazir wird nicht kommen, er hat wohl sein Verspechen „Mit mir wird es kein Terminal 3 geben“ noch im Kopf.

Das Bündnis der Bürgerinitiativen, das seit Eröffnung der Landebahn Nord-West jeden Montag im Terminal gegen den Ausbauwahn demonstriert, verlegt seine Montagsdemo auf 11 Uhr um die Grundsteinlegung zu „würdigen“.

Treburger Wald wird geräumt

Der „Treburger Wald“ grenzt an Zeppelinheim. Eigentlich ist er Bannwald, dieser höchste Schutz wurde aber für den Ausbau des Flughafens gekippt.

Ein ersten Augenzeugenbericht:
Treburer Waldcamp wird geräumt!
Heute früh um 07:00 Uhr hat die Polizei angefangen, das Waldcamp zu räumen. Mindestens 32 Polizeifahrzeuge (Schätzungen sprechen von 50 Wagen) waren in diesem völlig überdimensionierten Einsatz dabei. Die WaldbesetzerInnen und die UnterstützerInnen aus den umliegenden Orten, die sich im Camp aufhielten, wurden festgenomen und ins Polizeipräsidium nach Frankfurt zur erkennungsdienstlichen Behandlung gebracht (so gegen 08:30 Uhr). Ca. 08:15 Uhr machte sich die Kletter-Einheit der Polizei bereit, um die Menschen, die die Plattformen besetzt halten, herunter zu holen. Menschen aus den Bürgerinitiativen, die während der Camp-Räumung dort hin wollten, wurden von der Polizei abgewiesen und durften nicht weiter gehen, konnten aber die Festgenommen auf ihrem Weg zu den Transport-Wagen für die Fahrt ins Polizeipräsidium begleiten.
Auffällig waren die vielen Polizeiwagen aus Nordrhein-Westfalen Die üben wohl schon für den Hambacher Forst?

Sonntagsdemonstra on „5 nach 12“ im Terminal 1 am 21. Oktober 2018

Pressemitteilung des BBI
Eine grundlegend andere Lufverkehrs- und Flughafenpoli k ist dringend erforderlich!
Am 21. Oktober 2018 jährt sich die Eröffnung der Landebahn Nordwest zum siebten Mal. Das BBI (Bündnis der Bürgerinitiativen) nimmt dieses fragwürdige Jubiläum zum Anlass, gegen die immer stärkere Ausweitung des Luftverkehrs zu demonstrieren und angesichts der bevorstehenden Landtagswahl die Fragen zu untersuchen, welche Partei und welcher Kandidat wählbar ist und wem der Bürger noch vertrauen kann?
Die täglich erlebbaren dramatischen Klimaveränderungen führen zunehmend zu orkanstarken Stürmen, sinflutartigen Regenfällen und dem Anstieg der Meeresspiegel. Der Luftverkehr als einer der Hauptverursacher der Veränderungen des Weltklimas muss eingeschränkt werden. Ein grundlegendes Umdenken ist erforderlich. Deutschland hat das Pariser Klimaabkommen ratifiziert und ist verpflichtet, alle Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen durchzuführen. Ein Reduzierung des Luftverkehrs wäre ein
wirksamer Hebel. „Wir alle merken: es ist fünf nach zwölf, aber es ist hoffentlich doch noch nicht zu spät.
Entschlossenes Handeln ist jetzt geboten. „Es darf keine Zeit mehr verloren werden, andernfalls hinterlassen wir den nachfolgenden Generationen eine Katastrophe“ so Thomas Scheffler, BBI-Sprecher.
Die NORAH-Studie und insbesondere die Forschungsergebnisse von Prof. Thomas Münzel – Universitätsklinik Mainz – belegen, dass ein Zusammenhang zwischen Lärm und vermehrten Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfällen, tödlichen Herzinfarkten sowie Depressionen besteht. Vor wenigen Tagen hat die Weltgesundheitsorganisation angesichts der Gesundheitsgefährdungen neue Leitlinien für die Lärmbelastung
durch Fluglärm veröffentlicht. Um diese Empfehlungen einzuhalten, ist eine Reduzierung des Luftverkehrs unumgänglich. Eine Verharmlosung der festgestellten krankmachenden Effekte durch Lärm ist oberflächlich, tendenziös und skandalös. Politik, Luftverkehrswirtschaft und Gesellschaft müssen sich der Diskussion stellen, wie Vorteile und Nachteile des Frankfurter Flughafens wieder in eine Balance gebracht werden.
Die Flughafenausbau- und Regierungsparteien in Hessen werden bei der Demonstration nicht ungeschoren davonkommen. „Wir erinnern uns an ihre Versprechen und messen sie an ihren Taten“ so Thomas Scheffler weiter. „Die bevorstehende Landtagswahl ist eine Chance zur Umkehr in der verfehlten Flughafen- und Luftverkehrspolitik der letzten Jahre.“
Die Demonstration beginnt symbolisch „5 nach 12“, also um 12:05 Uhr im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens.
Das Bündnis konnte Dr. Michael Kopatz als Redner gewinnen. Dr. Kopatz ist Projektleiter für Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut und wird zu „Klimawandel und Mobilität/Luftverkehr“ sprechen.